Österreichischer Alpenverein

Mitglied werden
zur Anmeldung
Titel Hoch Hinaus

Ausstellung  Alpenverein-Museum           

HOCH HINAUS! WEGE UND HÜTTEN IN DEN ALPEN

ab 9. März 2017 im Alpinen Museum München

Kontakt                    

Produkt des Monats Jänner
Teaser-Banner-Bild mit Link auf http://www.prefa.at/
Teaser-Banner-Bild mit Link auf http://www.salewa.com
Teaser-Banner-Bild mit Link auf http://www.sportler.com
Teaser-Banner-Bild mit Link auf http://www.mercedes-benz.at/bergwald
Teaser-Banner-Bild mit Link auf http://www.handltyrol.at/xxl/_lang/de/index.html

Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation in Innsbruck

Alpenvereine präsentieren "HOCH HINAUS! Wege und Hütten in den Alpen"

xxx

Die alpine Infrastruktur war zugleich Voraussetzung und Anreiz für die starke Zunahme des Alpintourismus im späten 19. Jahrhundert. Das zweibändige Werk und die begleitende Ausstellung "HOCH HINAUS! Wege und Hütten in den Alpen" rücken die Wege und Hütten als Zeugnisse dieser Natur- und Bergbegeisterung in den Fokus. In dieser Woche wurde das Buch im Rahmen der Ausstellungseröffnung im Archiv für Baukunst in Innsbruck präsentiert.

Bereits während der Arbeit am Alpenvereins-Sammelband „Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945“ kristallisierte sich heraus, dass das Thema der Hütten und Wege zu bedeutend ist, um es bloß als ein Kapitel in das Buch, welches sich mit der Vereinsgeschichte beschäftigte, zu integrieren. Die drei Alpenvereine aus Österreich (ÖAV), Deutschland (DAV) und Südtirol (AVS) haben sich daher vor drei Jahren entschlossen, sich intensiver mit der Kulturgeschichte und Architektur der Wege und Hütten auseinanderzusetzen.

Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
 

Gemeinschaftsprojekt der Alpenvereine

Das Hütten- und Wegenetz entwickelte sich innerhalb weniger Jahrzehnte und die Alpenvereine errichteten einen Großteil dieser Infrastruktur im Ostalpenraum. Die Ausstellung zum Buch „HOCH HINAUS!“ beleuchtet die Ziele und Werte der in den 1860er Jahren gegründeten Alpenvereine und zeigt auf, wie sie sich in der Gestaltung des Wegenetzes und in der Hüttenarchitektur niederschlugen. In Innsbruck ist die Ausstellung von 29. September 2016 bis 3. Februar 2017 zu sehen.

Das zweibändige Print-Werk im Layout des Böhlau-Verlages ist mit mehr als 800 Abbildungen opulent ausgestattet. Die Ausgabe für Alpenvereins-Mitglieder erscheint im Schuber zu einem ermäßigten Preis im Alpenvereins-Shop (www.alpenverein.at/shop). Für Nichtmitglieder ist das Buch im Handel erhältlich.

Band 1 - Umfassende Geschichte der Wege und Hütten

Im ersten Band des Buches „HOCH HINAUS!“ zeichnen zwölf Beiträge und Bildstrecken eine umfassende Geschichte der Wege und Hütten in den letzten 150 Jahren, von kulturgeschichtlichen Voraussetzungen bis hin zu technischen Herausforderungen der Gegenwart.

Martin Scharfe, der am Eröffnungsabend der Ausstellung auch den Festvortrag hielt, erinnert in seinem kulturhistorischen Beitrag an die Sehnsucht nach der unbeeinträchtigten, wilden Natur, in der man sich mit der Hütte ein behagliches Heim schafft. Die Architektin und Kulturhistorikerin Doris Hallama widmet sich der Architekturgeschichte der Alpenvereinshütten, indem sie Schutzhüttenbauten und -erweiterungen auf ihre funktionelle und äußere Gestaltung hin betrachtet und die Bauweise und Materialien detailliert untersucht.

Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
 

Grundlegende Richtlinien für eine Unterschutzstellung erläutert Dr. Michaela Frick vom Bundesdenkmalamt in Innsbruck. Hüttenbesitzer hatten den Denkmalschutz aufgrund der damit verbundenen Herausforderungen vor Jahren noch skeptisch betrachtet, mittlerweile wird er aber meist positiv aufgenommen oder sogar angestrebt.

Ins Innere der Hütten führt den Leser Vera Bedin, Volkskundlerin und Mitarbeiterin des Südtiroler Alpenvereins. Ihre Geschichten zum Hüttenleben beschreiben die Räumlichkeiten und deren unterschiedliche Funktionen. Ergänzt wird dieser Beitrag durch eine Bildstrecke von Friederike Kaiser, der Leiterin des Alpinen Museums in München, zur Ausstattung von Schutzhütten.

Die Kerngeschichte der Alpenvereinswege beschreibt Florian Ritter, der an der Universität für Bodenkultur in Wien über Szenarien des hochalpinen Wegenetzes im Klimawandel dissertiert hat, anschaulich. Er geht zum einen auf die Bedeutung, Entwicklung und Veränderung des Wegenetzes in den Ostalpen ein, zum anderen auf den Wegebau im alpinen Gelände. Den hochalpinen Wegen, Klettersteigen und „weglosen“ Klettereien widmet sich der Historiker und Bergführer Gebhard Bendler.

Mit seinem kulturgeschichtlichen Blick auf zumeist herrschaftliche und jagdliche Verbote führt der Innsbrucker Volkskundler Reinhard Bodner zum einleitenden Beitrag von Martin Scharfe zurück. Zum Ausklang des ersten Bandes bietet die Kunsthistorikerin Stefanie Kleidt eine Bildstrecke zu einem besonderen Phänomen: den Kapellen, die gar nicht so wenigen Schutzhütten angegliedert sind.

Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
Ausstellung Hoch Hinauszoom
 

Band 2: Historisches Hüttenverzeichnis

Das ursprünglich als Anhang geplante Verzeichnis sämtlicher Alpenvereinshütten ist zu einem eigenen Band angewachsen. Es bündelt nicht weniger als 1800 Hütten, Biwakschachteln und Aussichtswarten, die Alpenvereins-Archivar Michael Guggenberger in umfangreicher Detailarbeit eruieren konnte. Dieses historische Hüttenverzeichnis ist einzigartig. Nach Gebirgsgruppen und zeitlich geordnet, mit Einleitung und Register versehen, bildet es den zweiten Band des Buches „HOCH HINAUS!“. Mit den wichtigsten Eckdaten zu jeder Hütte ergibt sich ein Gesamtbild der alpintouristischen Erschließung der Gebirgsgruppen.

Dreiteilige Ausstellung in Innsbruck, München und Bozen

Begleitend zum Buch „HOCH HINAUS!“ zeigen der ÖAV und das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck eine Ausstellung zum Thema. In etwas erweiterter Form ist die Ausstellung anschließend im Alpinen Museum in München zu sehen, bevor sie schließlich in Bozen in Südtirol Station macht.

Sie stellt das Infrastrukturnetz sowie die Herausforderung „Hüttenbau“ in den Mittelpunkt. Anhand von Modellen, aber auch Fotografien und Objekten wird der Weg von den ersten, nur wenige Quadratmeter großen Unterkünften des Alpenvereins hin zu den heutigen Schutzhütten beschrieben. Zudem werden viele Objekte, Kunstgegenstände und Dokumente aus den Alpenvereinsarchiven und Sammlungen präsentiert.

In Innsbruck liegt - dem Ausstellungsstandort entsprechend – ein Schwerpunkt auf der Architektur. Pläne, Modelle und spielerische Objekte veranschaulichen Funktionalität und Bau der Schutzhütten. Das Leben in der Hütte kommt aber nicht zu kurz, ebenso die alpinen Wege.

Die Ausstellung im Archiv für Baukunst am Lois-Welzenbacher-Platz in Innsbruck wird bis 3. Februar 2017 zu sehen sein. Details zu den Terminen und zum Begleitprogramm unter www.alpenverein.at/museum.


Stimmungsvolle Eröffnung der Ausstellung im Archiv für Baukunst in Innsbruck

 
 
<
>