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Patenschaft im Nationalpark Hohe Tauern (Patenschaft im Nationalpark Hohe Tauern)

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Patenschaft im Nationalpark Hohe Tauern

Der Großglockner/ c ÖAV

In der Zeit der heftigsten Auseinandersetzungen um den geplanten Nationalpark Hohe Tauern-Tirol zwischen Naturschützern und Kraftwerksbetreibern "erfand" der Österreichische Alpenverein im Jahre 1982 die Aktion "Patenschaft für den Nationalpark Hohe Tauern".

Mit dem symbolischen Verkauf von Quadratmeterfeldern konnte der ÖAV durch den sog. Patenschaftsfonds gemeinsam mit den Nationalparkverwaltungen und regionalen Partnern viele Projekte zur Stärkung der Nationalparkregionen in Kärnten, Salzburg und Tirol fördern bzw. umsetzen.

Der ÖAV-Nationalparkfonds – auch „Patenschaftsfonds“ genannt – besteht seit 1982 und setzt sich aus Spenden im Rahmen der Aktion Patenschaft,  Entschädigungszahlungen für die an das Land Tirol verpachtete Jagd auf Osttiroler AV-Grundbesitz sowie Zahlungen für Vertragsnaturschutz zusammen. Alle Mittel werden einmal jährlich ausschließlich für Projekte mit Bezug zum Nationalpark Hohe Tauern vom Nationalpark Kuratorium vergeben. Voraussetzung für eine Förderung sind folgende Punkte:

  1. Das Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern ist in seiner Schönheit und Ursprünglichkeit zu erhalten
  2. Die für das Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern charakteristischen Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensräume sind zu bewahren
  3. Der Nationalpark Hohe Tauern soll einem möglichst großen Kreis von Menschen ein eindrucksvolles Naturerlebnis ermöglichen
  4. Muss den Satzungen des Oesterreichischen Alpenvereins entsprechen.

Laut Geschäftsordnung des Nationalparkfonds ist es dessen Ziel, durch die Förderung und Umsetzung von Konzepten und Aktivitäten einen positiven Beitrag zur Schaffung einer Nationalparkinfrastruktur beizusteiern. Dieser Beitrag soll Anstoß zur Eigeninitative der Bewohner dieser Region sein und die Lebensgrundlage, insbesondere auf dem Gebiet der Berglandwirtschaft und dem naturnahen Erholungstourismus, sichern.

Dem Alpenverein als größtem Grundeigentümer im Nationalpark Hohe Tauern stünde grundsätzlich auch das Jagdrecht in diesem Gebiet zu. Schon 2005 hat der ÖAV als größte Naturschutzorganisation und größter Bergsportverein Österreichs seine Jagdansprüche an das Land Tirol abgetreten und den Verzicht auf die Jagd im Nationalpark schriftlich vereinbart. Diese Verzichtserklärung war entscheidend für die internationale Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern.

Aus diesem Fonds des Alpenvereins wurden in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Projekte gefördert.
Bekannte Beispiele sind der Nationalpark-Wanderbus, Naturlehrpfade, alpine Infrastrukturmaßnahmen, die Jubiläums-Ausstellung "Wege ins Freie" im Matreier Kesslerstadel und Marketingaktivitäten für den Alpintourismus in der Nationalparkregion cofinanziert.

Zur Patenschaft

Mit einer Spende ab EUR 10,- können Sie Pate oder Patin werden - oder auch für jemand anderen ein nachhaltiges Geschenk erwerben. Die Spenden fließen in den Nationalparkfonds, aus welchem wichtige Projekte im gesamten Nationalparkgebiet finanziert und unterstützt werden!

Als Dank für Ihren Einsatz für den Nationalpark Hohe Tauern erhalten Sie

  • eine Paten-Urkunde
  • einen m²-Plan mit der Lageskizze des/ der Quadratmeter im Nationalpark Hohe Tauern
  • einen Aufkleber "Ich fördere den Nationalpark Hohe Tauern" sowie
  • eine Auflistung aller geförderten Aktivitäten im Nationalpark Hohe Tauern von 1983-heute


Patenschaft "verschenken"

Wenn Sie jemanden mit einer Patenschaft als Geschenk eine Freude machen wollen, ist dies natürlich auch möglich. Besonders wichtig ist hier, dass Sie alle dazu relevanten Informationen bei der Einzahlung vermerken (siehe Abbildung unten: Erlagschein/ Zahlungsschein):

  • Name + Adresse AuftraggeberIn: wenn kein weiterer Name aufscheint, werden die Unterlagen auf diesen Namen ausgestellung an diese Adresse gesendet.

  • Weitere(r) Pat(e)In: wenn Sie die Patenschaft verschenken wollen, können Sie hier die Namen der gewünschten Empfänger eintragen (z.B. "Familie Huber" oder "Karl Huber"). Falls Sie ein spezielles Anliegen haben, bitte am Zahlschein vermerken bzw. die Information per Email an raumplanung.naturschutz@alpenverein.at


Einzahlungen

Überweisungen bitte unter Angabe aller wichtigen Informationen (Name des Paten, Adresse, etc.) und in gut leserlicher Schrift an den Österreichischen Alpenverein

  • Kennwort: "ÖAV-Patenschaft-Nationalpark Hohe Tauern"
  • Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
  • IBAN: AT96 3600 0003 0050 5404
  • BIC: RZTIAT22

Erlagscheine können Sie auch in der Abteilung Raumplanung und Naturschutz unter der Telefonnummer +43/(0)512/59 547-20 oder Email: raumplanung.naturschutz@alpenverein.at anfordern.

Scan Erlagschein Patenschaft NPHT

Hinweise

Unvollständige Angaben (etwa ohne Namen oder Anschrift) können nur bedingt bearbeitet werden, die Spende wird natürlich trotzdem für den Patenfonds verwendet.

Der/die Pate/In erwirbt mit der Übernahme seiner/ihrer Patenschaft einen rein symbolischen Wert und keine wie immer gearteten Rechte am Quadratmeterfeld (keine Grundbucheintragung).

Seit der Einführung der Aktion Patenschaft für den Nationalpark Hohe Tauern im Jahre 1981 lädt der Österreichische Alpenverein regelmäßig die aktiven Nationalpark-Paten zu einer Bergsteiger-, Wander- und Kulturwoche in einer Nationalparkregion ein.

Diese Treffen werden jeweils von der Abteilung Raumplanung und Naturschutz des ÖAV in Zusammenarbeit mit den vor Ort tätigen ÖAV-Sektionen, Tourismusverbänden, Gemeinden und den Nationalparkverwaltungen organisiert und veranstaltet. Ziel ist es, sich bei treuen und engagierten Patinnen und Paten zu bedanken - aber auch etwas zur regionalen Wertschöpfung in den Nationalparkgemeinden beizutragen.

Patentreffen 2016: Neukirchen am Großvenediger/ Salzburgzoom

Veranstaltungsorte für das Patentreffen im Nationalpark Hohe Tauern
Seit dem Jahre 1984 konnten mittlerweile 18 ÖAV-Nationalpark-Patentreffen veranstaltet werden:

  • Heiligenblut (1984)
  • Neukirchen am Großvenediger (1985) 
  • Kals am Großglockner (1987)
  • Mallnitz (1989)
  • Matrei in Osttirol (1991)
  • Rauris (1993)
  • Großkirchheim (1995)
  • St. Jakob in Defereggen (1997)
  • Fusch an der Großglocknerstraße (1999)
  • Heiligenblut (2000) (im Rahmen der 200-Jahre Erstbesteigung Großglockner)
  • Virgen (2002) (im Rahmen des Internationalen Jahres der Berge)
  • Krimml (2004)
  • Malta (2006)
  • Kals am Großglockner (2008)
  • Hüttschlag (2010)
  • Mallnitz (2012)
  • St.Jakob in Defereggen (2014)
  • Neukirchen am Großvenediger (2016)

Als Termin ist im Zwei-Jahresrhythmus jeweils die letzte Augustwoche oder erste Septemberwoche vorgesehen. Detailinformationen (Programm, Anmeldung, usw.) für interessierte Teilnehmer werden jeweils im Heft 2 "Bergauf" des ÖAV abgedruckt.

Die Teilnahme am AV-Patentreffen ist für alle aktiven PatInnen offen, jedoch nicht an eine Mitgliedschaft beim ÖAV gebunden.