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Bergwaldprojekt: Wegsanierung im Höllental (Bergwaldprojekt: Wegsanierung im Höllental)

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Bergwaldprojekt: Wegsanierung im Höllental

Ehrenamtliche engagieren sich für den Erhalt der Wanderwege

Montage der Seilsicherung im Höllental (Foto: ÖAV/Rebecca Lederhilger)

[9. Juli 2017] Das Bergwaldprojekt geht in die Verlängerung! Auch heuer engagierten sich freiwillige HelferInnen des Alpenvereins und der Naturfreunde eine Woche lang im Rax/Schneeberggebiet.

Von 2. bis 6. Juli 2018 arbeiteten 20 Freiwillige ehrenamtlich im Rax- und Schneeberggebiet, um dort sanierungsbedürftige Wege instand zu setzen, die Markierungen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu erneuern. Durch die Unwetter im Juni waren viele Steige und Wege unpassierbar und gesperrt worden. Daher wartete heuer besonders viel Arbeit auf alle, die am Projekt beteiligt waren.

Impressionen vom Bergwaldprojekt

Auf den Bildern zu sehen: die Montage der Seilsicherung, das Setzen von Bohrlöchern für die Steighilfen am Fels und die Erneuerung der Leitersprossen. Fotos von Rebecca Lederhilger, P.U.L.S.-Praktikantin

6 Bilder

 
 

Bericht aus Reichenau an der Rax

Text: Rebecca Lederhilger, P.U.L.S.-Praktikantin für das Bergwaldprojekt

Unterstützt wurde diese gemeinsame Aktion von der MA 49, dem Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien und der MA 31, der Abteilung Wiener Wasser. Heuer neben Alpenverein und Naturfreunden ebenfalls mit an Bord waren der ÖTK, der Verein "der Schneeberg", die Alpine Gesellschaft Kienthaler und die Alpine Gesellschaft Reißtaler. Somit arbeiteten heuer sämtliche alpine Vereine, die in der Region aktiv sind, zusammen. Auch die Bergrettung Reichenau/Rax half diese Woche mit ihrem Steyr-Puch Pinzgauer mit, welcher die HelferInnen zu den Zustiegen und Arbeitsgebieten führte.

Bezirkshauptfrau Alexandra Grabner-Fritz begrüßte alle Anwesenden und zeigte sich beeindruckt, was sich die Freiwilligen für diese Bergwaldprojektwoche alles vorgenommen hatten. Sich eine Woche freiwillig und unbezahlt zu engagieren, sei ein sehr wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft, und alle TeilnehmerInnen könnten sehr stolz auf sich sein. "Diesen Dank spreche ich auch als Vertreterin der Sicherheitsbehörde aus. Unser Gebiet ist bei vielen Erholungssuchenden sehr beliebt. Mit der Sanierung der Steige und Wege leisten die Freiwilligen der Vereine einen großen Beitrag für die Sicherheit in unserer schönen Bergregion der Wiener Alpen." Bürgermeister Hannes Döller wiederum zeigte sich sehr dankbar für das Engagement der alpinen Vereine in der Region: "Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für den gelungenen Bergtourismus im Rax-, Schneeberggebiet".

Harald Kromp, Fachbereichsleiter der ersten Hochquellenleitung der MA 31, lag in seiner Ansprache naturgemäß die Trinkwasserqualität am Herzen: "Um für die Wienerinnen und Wiener die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser sicherzustellen, wurden in den Einzugsbereichen der I. und II. Hochquellenleitung Wasserschutz- und Schongebiete eingerichtet. Wir sind sehr daran interessiert, dass in diesen Gebieten markierte Wanderwege nicht verlassen werden. Daher unterstützen wir das Projekt sehr gerne und freuen uns, ein Teil davon zu sein."

Forstdirektor Andreas Januskovecz, der das Projekt bereits zum zweiten Mal unterstützte, zeigte sich begeistert. Er fand die hier stattfindende Zusammenarbeit der alpinen Vereine bemerkenswert und war sehr froh über diese großartige und einzigartige Initiative. Da große Teile der Rax und des Schneeberges von der MA 49 als Quellenschutzgebiet verwaltet werden, sei es besonders wichtig, dass es in diesem sensiblen Gebiet zu keiner Verunreinigung kommt. Gut markierte Wege und Steige in einem einwandfreien Zustand und die Zusammenarbeit mit den alpinen Vereinen vor Ort seien der Grundstein dafür.

Auch Bundesgeschäftsführer der Naturfreunde Österreich, Günter Abraham freute sich, dass das Bergwaldprojekt heuer wieder zustande gekommen war. "Der rege Austausch und das freundschaftliche Zusammenarbeiten aller aktiven alpinen Vereine zeigt anschaulich, was gemeinsam alles möglich ist". Er hofft, dass das Projekt in der vorliegenden Form als eine Art Leuchtturmprojekt auch zukünftig fortgeführt wird.

Rainer Vogl vom Alpenverein Edelweiss, bereits mehrmaliger Teilnehmer und Projektleiter, war besonders begeistert von der Motivation der ehrenamtlichen Helfer: "Viele, die schon das letzte Jahr dabei waren sind heuer auch wieder dabei, das heißt es ist gut angekommen."

Für die insgesamt 18 TeilnehmerInnen stand das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, im Vordergrund. Sie verbringen ihre Freizeit gerne aktiv in der Natur und sind daher auch an einem sicheren und angenehmen Wegenetz interessiert. Die Einsatzgruppe war bunt gemischt, von rüstigen Senioren bis zum frischgebackenen Maturanten war alles dabei. Im Weichtalhaus war der bunte Trupp während der arbeitsintensiven Woche bestens verköstigt und untergebracht.

Die Bergwaldprojekte des Alpenvereins finden während des ganzen Sommers an verschiedenen Orten in ganz Österreich statt.